Bis auf Weiteres ist ein Besuch des ZADIK nur nach Voranmeldung per Telefon oder E-mail möglich. Informationen zum Corona-Virus: https://portal.uni-koeln.de/coronavirus

Aktuell

Nadine Oberste-Hetbleck wird zum 1. Oktober 2020 Direktorin des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK

Das Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK an der Universität zu Köln wird zukünftig von Nadine Oberste-Hetbleck geleitet werden, wenn sein langjähriger Direktor Günter Herzog Ende September 2020 in den Ruhestand geht. Eine Findungskommission hat am Ende eines universitären Verfahrens einstimmig beschlossen, ihr diese Stelle anzubieten.

Anfang dieses Jahres ist das 1992 vom Bundesverband deutscher Galerien (BVDG) als weltweit erstes Spezialarchiv zur Geschichte des Kunsthandels gegründete ZADIK durch die gemeinsame Initiative der Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, der Stadt Köln, der Universität zu Köln und des Trägervereins ZADIK unter seinem Vorsitzenden Klaus Gerrit Friese, in die Universität und damit in eine sichere Zukunft überführt worden.

„Es ist ein Glücksfall“, so Herzog und Friese, „dass die neue, aber den DonatorInnen des ZADIK bereits vertraute Leitung das Archiv in einer überaus dynamischen Wachstumsphase sozusagen ‚im fliegenden Wechsel‘ übernehmen und unter optimalen Bedingungen weiter entwickeln kann“.

Oberste-Hetbleck, bisher Juniorprofessorin für Kunstgeschichte und Kunstmarkt an der Universität zu Köln, hält fest: „Mit dem Entschluss, zukünftig als Archivdirektorin für das ZADIK tätig zu werden, knüpfe ich an meine bisherige intensive Zusammenarbeit mit dem ZADIK an. Ich freue mich sehr darauf, das Archiv in seiner neuen Gestalt als eigenständiges wissenschaftliches Institut mit seinen hochkarätigen Beständen zu einem Zentrum der Kunstmarktdokumentation und Art Market Studies weiterzuentwickeln“.

Monika Schausten, Dekanin der Philosophischen Fakultät, und Susanne Wittekind, Geschäftsführende Direktorin des Kunsthistorischen Instituts, betonen: „Für die Universität eröffnet sich damit zugleich auch die Möglichkeit, dass Frau Oberste-Hetbleck in dem von ihr in den letzten Jahren betreuten Schwerpunktmodul Kunstmarkt ihre Lehre fortsetzen und die Uni damit ein Alleinstellungsmerkmal im Einfach-Masterstudiengang Kunstgeschichte mit eigenem Quellenreservoir beibehalten und ausbauen kann. Darüber hinaus bietet das ZADIK vielfältige Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Kooperationen innerhalb und außerhalb der Universität“.

Nadine Oberste-Hetbleck. Foto: © Helmar Mildner

Das Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK ist das weltweit einzige Spezialarchiv zur Geschichte des Kunstmarkts. 1992 wurde es als Zentralarchiv des deutschen und internationalen Kunsthandels vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler BVDG in Form eines gemeinnützigen Vereins gegründet. Ende 2014 wurde das ZADIK An-Institut der Philosophischen der Universität zu Köln. Mit Beginn des Jahres 2020 wurde das ZADIK als selbstständiges wissenschaftliches Institut der Philosophischen Fakultät in die Universität zu Köln eingegliedert.

Aktuelles Feature

Happy Birthday, Gabriele Braun!

„1967 – Gabriele Braun beginnt ihre Tätigkeit in der Kunstabteilung des Antiquariats am 1. April 1967. Sie ist zunächst als Assistentin von Ernst Nolte mit der Katalogisierung von Handzeichnungen und Graphik für die Kunstauktionen befaßt. Ihr Aufgabenkreis erweitert sich schnell, und sie übernimmt ab etwa 1971 in Zusammenarbeit mit Ernst Nolte die selbstständige Bearbeitung der Kataloge Alter und Moderner Kunst.“ So heißt es im so genannten „Arbeitsbericht“, in dem Ernst Hauswedell akribisch die Geschichte seines Hauses in ihren wichtigsten Stationen von 1927 bis 1981 aufgelistet hat.

In ihrem Kurzporträt, mit dem sie Gabriele Braun im April 2005 in der FAZ zu ihrem 60. Geburtstag gratulierte, adelte Vita von Wedel die Auktionatorin zur „Königin der Kataloge“ [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/portraet-koenigin-der-kataloge-gabriele-braun-zum-sechzigsten-1282592.html], und begründete diesen Titel mit ihren „besonderen Verdiensten […], die heute auch in internationalen Auktionskatalogen weithin üblichen, ausführlichen und wissenschaftlichen Beschreibungen der Kunstwerke etabliert zu haben. Auslöser war der fundierte Katalog, den sie für die Versteigerung der bedeutenden Kollwitz-Sammlung Salman Schocken im Jahr 1967 erstellte. Seither charakterisieren die gründlichen Recherchen und die eleganten Formulierungen von Gabriele Braun die Kunstkataloge von Hauswedell & Nolte und prägen das Bild des Hauses nach außen nachhaltig.“ Weiterlesen

Gabriele Braun, 2011. Foto: © art - Das Kunst Magazin

Aktuelles

Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung geht an die Uni Köln

Wichtige Quelle der Kunstmarkt- und Provenienzforschung wird mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Stadt Köln zu Institut der Universität zu Köln

Das Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung e.V. (ZADIK) wird als selbständiges wissenschaftliches Institut in die Universität zu Köln eingegliedert. Das Archiv wurde 1992 vom Bundesverband deutscher Galerien (BVDG) als weltweit erstes Spezialarchiv zur Geschichte des Kunsthandels gegründet und wird seit 2001 hauptsächlich von der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn gefördert. Initiiert wurde dieser Schritt zur dauerhaften Absicherung des ZADIK in enger Kooperation mit der Stadt Köln vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das durch eine kontinuierliche Förderung zur positiven Entwicklung des ZADIK beigetragen hat. Unterstützt wird das Archiv auch weiterhin durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und die Stadt Köln.

Vollständige Presseinformation

Aktuelle Ausstellung

Klaus Honnef – Von der Konzeptkunst zur Fotografie

Spätestens seit 1965, als ihn die Aachener Nachrichten als einen von Deutschlands jüngsten Feuilleton-Chefs anstellten, hat Klaus Honnef (* 14.10.1939) Kunstgeschichte geschrieben. Für das 1968 von ihm mitbegründete und geleitete Gegenverkehr – Zentrum für aktuelle Kunst in Aachen ersann er ein multimediales Konzept – eine Premiere für eine künstlerische Institution in der Bundesrepublik. Gerhard Richter (1969) und Lawrence Weiner (1970) gab er dort deren erste Einzelausstellungen jenseits der kommerziellen Galerienszene. Mit Umwelt-Akzente – Die Expansion der Kunst, Monschau 1970, schuf er den Prototyp für Ausstellungen im (städtischen) Außenraum. Weiterlesen

Auf der ART COLOGNE vom 10. bis 14.4.2019, Halle 11.1, C 010, im ZADIK vom 26.4.2019 verlängert bis 30.10.2020